Manchen Musikanten wünsche ich einen gepflegten Proberaumbrand ohne Versicherung.

Es ist eine Situation, die ich seit Jahren immer wieder erlebe und verstärkt seit es die Popakademie gibt.
Vorhin habe ich einen Wirt angeschrieben mit dem ich in der Vergangenheit schon mehrere gute Veranstaltungen gemacht habe. Der Preis war für mich eine Mischkalkulation. Im Winter, wenn drinnen wenig los war, habe ich für ein besseres Trinkgeld gespielt und im Sommer, wenn draußen die Hölle los war habe ich auch eine faire Gage eingefordert. Die Betonung liegt auf „fair“, ich habe ihn im Sommer definitiv nicht abgezockt.

Auf meine Terminanfrage vorhin hat er mir geantwortet, dass sich mittlerweile mehrere Bands gemeldet hätten, die für den Hut spielen würden, das wäre für ihn natürlich billiger. Auf der einen Seite, kann ich den Wirt gut verstehen, er denkt wie ein Geschäftsmann und das ist in seinem Sinn auch richtig.
Auf der anderen Seite rege ich mich tierisch über diese Kollegenschweine auf, die immer wieder die Marktpreise kaputt spielen. Ich wünsche Euch kaputte Instrumente und die Arbeitslosigkeit im Hauptjob, damit Ihr mal merkt was für eine asoziale Scheiße Ihr baut! Das klingt hart? Ja, und genau so meine ich das auch. Das hat auch nichts mit Neid zu tun, sondern damit, dass mit diesem Preisdumping die komplette Branche geschädigt wird.
Wenn die Band sich natürlich so einschätzt, dass sie auch nicht mehr wert ist, dann wäre es schön wenn das Publikum das auch bemerken und mit schmerzenden Ohren abhauen würde.

Keine Bedienung arbeitet nur für Trinkgeld ohne Lohn. Aber von Musikern wird das erwartet, wenn sie dazu Equipment im vierstelligen Bereich mitbringen.

Bei sowas könnte ich echt nur kotzen.


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